Mit dem richtigen Peeling geht alles glatt

Peelings sind wie Wochenputz für die Haut. Jeden Tag wird so das Nötigste gereinigt, aber zum Wochenende hin soll alles mal wieder richtig schön blitzen. Doch welches Peeling ist das Richtige für deine Haut? Und wie entfalten Peelings ihre Wirkung am besten? Die Antworten findest du hier.

 

Mit dem richtigen Peeling geht alles glatt | Five Skincare

Die verschiedenen Arten von Peelings

Oft sind die Geschmäcker ja verschieden, aber weiche, glatte Haut steht eigentlich bei jedem von uns auf der Wunschliste. Daher überrascht es nicht, dass Peelings Konjunktur haben. Und die gibt es mittlerweile in den verschiedensten Formen, von mechanischen über Fruchtsäurepeelings bis hin zu Enzympeelings.

Wie die einzelnen Arten von Peeling funktionieren, für wen sie sich eignen und wo unbedingt ein Profi ran sollte? Sehen wir uns mechanische, chemische und Enzympeelings mal genauer an.

Mechanische Peelings – ideal für den Körper

Das Wort Body Scrub sagt es schon: Diese Sorte Peeling schrubbt abgestorbene Haut mit kleinen Schleifpartikeln weg. Die bestehen aus Zucker, gemahlenen Kaffeebohnen, Fruchtkernen oder – Vorsicht! – Plastik. Letzteres erkennst du übrigens an Angaben wie „PEG“ bei den Inhaltsstoffen und ist insofern schlecht, als dass du damit Plastik direkt in unsere Gewässer kippst. (Plastik in Kosmetik erkennst du auch an den Begriffen auf dieser Greenpeace-Liste.) Greif also lieber zu den natürlichen Varianten.

Die sind bei gesunder Haut am Körper völlig unbedenklich anzuwenden und bieten viele Vorteile: Sie machen die Haut glatt und weich und fördern die Durchblutung. Bei regelmäßiger Anwendung ein- bis zweimal pro Woche sorgen sie auch dafür, dass nach dem Rasieren weniger Härchen einwachsen.

Für das Gesicht können mechanische Peelings ganz schön harsch sein. Ich finde sie jedoch nach wie vor gut, sofern ein paar Dinge beachtet werden. Vor allem tägliche Waschpeelings, wie sie für unreine Haut manchmal angeboten werden, trocknen die Haut viel zu stark aus. Gerade Pickel heilen durch rabiates Dauer-Peelen nicht schneller ab, sondern die Bakterien werden nur besser verteilt.

Stop-&-Go für mechanische Peelings

  • Besser nicht bei strapazierter Haut und bei entzündlichen Hautkrankheiten wie perioraler Dermatitis, Akne oder Rosacea
  • Ideal für den Körper und bei gesunder, unempfindlicher Haut für sanfte Gesichts-Peelings

Möchtest du gerne ein DIY-Peeling-Rezept ausprobieren? Im Artikel Peeling selber machen teilen wir unsere erprobten Rezepte mit dir.

Enzympeelings – auf die sanfte Tour

Enzympeelings beschränken sich in ihrer Wirkung auf die Hautoberfläche, die sie reinigen und desinfizieren. Dort sind nämlich abgestorbene Hautzellen mit den frischen darunter verbunden. Du kannst dir das wie bei einem Kuchen vorstellen, bei dem die Kruste etwas hart und dunkel geworden ist, aber eben aus einem Guss mit dem fluffigen Teig darunter. Enzymspaltende Proteine lösen die Zellverbände sanft auf, sodass du die alten Hautschüppchen einfach mit Wasser wegspülen kannst. Das geht ganz natürlich, denn häufig sind Proteine aus der Papaya oder Ananas enthalten.

Angewendet werden Enzympeelings wie eine Maske: Ein- bis zweimal wöchentlich auftragen, einwirken lassen und abspülen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Damit schaffst du nicht nur einen frischeren Teint, sondern kannst sogar Pigmentflecken und Unreinheiten samt Pickelmalen mildern.

Aufgrund des höheren Preises im Vergleich zu mechanischen Peelings, werden sie meist nur im Gesicht genutzt. Hier gibt es dafür kaum Einschränkungen, denn diese milden Peelings eignen sich eigentlich für jeden Hauttyp.

Stop-&-Go für Enzympeelings

  • Keinesfalls bei perioraler Dermatitis, da herrscht genereller Kosmetik-Stopp
  • Eignet sich für alle Hauttypen

Chemische Peelings mit AHA-Fruchtsäuren und Co.

Diese Art von Peeling ist vor allem als Fruchtsäurepeeling bekannt. Das wirkt mittels AHA (Glykolsäure-Peeling) oder BHA (Salicylsäure-Peeling). Es regt die Regeneration an und trägt die äußere Hautschicht ab. Je nach Konzentration kann das Peeling aber auch deutlich mehr in der Tiefe wirken. Der Effekt ist stark, die Hautreizung allerdings auch, denn diese Peelings sind sehr aggressiv. Rötungen, Schwellungen und abgepellte Haut sind übliche Begleiterscheinungen – immerhin sind chemische Peelings auch als Schälkur bekannt.

🍋 Viele Seren und Reinigungsprodukte, die der Hautalterung oder Unreinheiten vorbeugen sollen, enthalten einen AHA- oder BHA-Komplex. Hier ist die Konzentration meist gering, allerdings schadet es nicht, bei der Anwendung besonders auf Irritationen zu achten!

Chemische Peelings beanspruchen die Haut stark und sind meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, auch wenn sie gerade sehr gehypt werden. Vor allem vom Selbstversuch zuhause rate ich ab. Bei falscher Dosierung kannst du dir die Haut verätzen. Lediglich bei bestimmten Fällen kann man sich überlegen, ob das Treatment sinnvoll ist, zum Beispiel bei störenden Akne-Narben oder Pigmentansammlungen. Hier ist der Wunsch nach Linderung verständlich, doch dann gehören Fruchtsäurepeelings unbedingt in die Hand von Profis.

Stop-&-Go für chemische Peelings

  • Nicht ideal, weil zu aggressiv und ein absolutes No-Go für empfindliche, strapazierte Haut
  • Allenfalls als Therapie gegen Narben oder Pigmentflecken zu empfehlen 

Mein Tipp: Lieber sanft und regelmäßig peelen! Klarer Favorit für das Gesicht sind die sanften Enzym-Peelings für alle Hauttypen.

Zeit für ein Peeling-FAQ zum Wie und Wann

Wie oft sind Peelings sinnvoll?

Bei Peelings scheiden sich die Geister. Die einen ziehen es konsequent jede Woche durch, die anderen sind mehr so Gelegenheitstäter. Die „Och-ich-könnt-ja-mal-wieder“-Fraktion scrubt eher nach Bedarf. Die Haut könnte rosiger aussehen oder pellt sich nach dem Sommerurlaub? Dann runter mit den alten Hautzellen. Auch bei abheilenden Pickeln ist ein Peeling hilfreich, um verschorfte Stellen zu befreien. Und mal ehrlich, wenn du sonst mit deinem Hautbild zufrieden bist, warum etwas ändern?

Doch auch die Regelmäßigkeit hat was für sich. Damit unterstützt du die Regeneration nämlich am laufenden Band. Du darfst das frische Gefühl nach einer Exfoliation nicht nur öfter genießen, sondern kannst Unreinheiten und Verfärbungen sogar besser vorbeugen. Gönn dir dazu ein-, maximal zweimal in der Woche ein Scrub. Bitte nicht täglich, das kann die Haut reizen und ist auch gar nicht nötig.

Gesichtspeeling lieber morgens oder abends anwenden? 

Am Abend. Da hast du a) meist mehr Zeit und b) kann sich die Haut über Nacht optimal regenerieren. Auch wenn du ein mildes Enzympeeling verwendest, legst du damit ja eine ganz frische, junge Zellschicht frei, die etwas sensibler ist. Da die Haut aber nachts keine großen Strapazen mehr erwarten, erholt sie sich in Ruhe und regeneriert sich ganz prima.

Welchen Platz hat das Peeling in der Pflege-Routine?

Es kommt nach der Reinigung, sprich dem Abschminken. Ich bin ja ein Fan minimalistischer Reinigung, weil die eben besonders sanft ist und mit einem Abschmink-Öl auch noch super-effektiv. Also nachdem du alle Make-up-Reste mit einem Kosmetikpad oder Waschlappen abgenommen hast, ist das Peeling an der Reihe. Für das Extra an Pflege, kannst du das Gesicht anschließend mit einem leichten Feuchtigkeitsserum verwöhnen.

Muss ein Peeling einwirken?

Das kommt auf die Art des Peelings an. Mechanische Peelings, nein. Die funktionieren mit Schleifkörpern und befreien die Poren durch sorgfältiges Massieren. Chemische und Enzympeelings brauchen eine gewisse Einwirkzeit. Wie lang die ist, hängt vom Produkt ab. Hier also unbedingt die Anleitung beachten!

Scrub away!
Deine Anna

Unsere Naturkosmetik

«Keine Creme sollte mehr Inhaltsstoffe haben, als du an einer Hand abzählen kannst.»

Anna Pfeiffer