Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetik: die grosse Liste mit veganen Alternativen
vegane Kosmetik ist mehr als ein Trend. Wer bewusst auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchte, steht beim Blick auf INCI-Listen jedoch oft vor Fragezeichen. Welche Inhaltsstoffe sind tatsächlich tierischen Ursprungs? Welche Bezeichnungen wirken harmlos, sind es aber nicht? Und wo gibt es heute gute vegane Alternativen?

In diesem Artikel findest du eine übersichtliche Liste tierischer Inhaltsstoffe in Kosmetik, inklusive Erklärung, typischer Verwendung und veganer Alternativen. Zusätzlich ordnen wir ein, was „vegan“ in der Kosmetik bedeutet, wie es sich von „cruelty-free“ unterscheidet und worauf du beim Einkauf achten kannst.
Warum vegane Kosmetik immer beliebter wird
Es gibt verschiedene Dinge, die uns dazu inspirieren, auf rein pflanzliche Produkte umzusteigen. Vielen setzen mit ihrer Absage an tierische Produkte ein Zeichen für das Tierwohl. Sie möchten die oft katastrophalen Bedingungen, unter denen Nutztiere gehalten werden, durch ihren Konsum nicht weiter unterstützten. Auch der Umweltschutz spielt eine Rolle. Denn die Massentierhaltung treibt die Belastung mit Treibhausgasen und damit den Klimawandel voran.
In jedem Fall triffst du mit veganer Gesichtspflege eine umweltbewusste Entscheidung. Diesen Schritt bei Kosmetika zu gehen, macht auch dann Sinn, wenn du deinen Cappuccino trotzdem am liebsten mit Milch trinkst. Irgendwo müssen wir schließlich anfangen.
Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetik: So erkennst du sie
Beim veganen Lebensstil denken viele zuerst natürlich an Lebensmittel. Doch es betrifft auch die Kosmetik. Tierische Inhaltsstoffe kommen in zahlreichen Produkten vor. So enthalten Stückseifen aus konventioneller Produktion oft Tallowate also tierische Fette. Der rote Farbstoff in Lippenstiften, Nagellacken, Rouge und dergleichen stammt häufig von Läusen. Und eine beliebte Zutat in Lippenpflege ist Bienenwachs. Doch auch in anderen Produkten verstecken sich Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs.
💁 Am Ende dieses Artikels findest du eine Liste von Inhaltsstoffen tierischen Ursprungs, die dir in Kosmetika häufig begegnen.
vegane Kosmetik erkennen: Tipps für die richtige Wahl
Die Liste weiter unten hilft dir beim Einkauf. Doch es gibt noch einen einfacheren Weg, als bei jedem Produkt die Liste der Inhaltsstoffe nach tierischen Produkten zu durchsuchen. Und zwar die Veganblume der Vegan Society. Trägt ein Produkt dieses Symbol, kannst du zu 100% sicher sein, dass es vegan ist.
Auch Apps wie CODECHECK oder Yuka (mit Premium-Filter) können beim Einkauf eine erste Orientierung bieten. Verlässliche Sicherheit geben jedoch Zertifizierungen oder klare Herstellerangaben.
🌿 Gut zu wissen: vegane Kosmetik sagt nichts über die Natürlichkeit eines Produktes aus. Auch konventionelle Kosmetik kann ein Vegan-Label tragen.
Ist vegane Kosmetik automatisch tierversuchsfrei?
Mindestens genauso wichtig wie die Haltungsbedingungen von Tieren ist das Thema Tierversuche. Darum ranken sich einige Mythen. Wie steht es denn damit aktuell und was können wir – du und ich – tun, um das Tierleid zu verringern?
Tierversuche in der Kosmetik: Was hat sich geändert?
Seit 2013 sind in der EU Tierversuche für Kosmetikprodukte verboten. Allerdings musst du davon ausgehen, dass wahrscheinlich ausnahmslos alle kosmetischen Rohstoffe in ihrer Geschichte irgendwann einmal an Tieren getestet wurden. Damit ist erst seit dem Verbot im Jahr 2009 Schluss. Das verbietet Tierversuche für Rohstoffe, die ausschließlich für Kosmetikprodukte verwendet werden.
Die Krux dabei ist, dass die meisten Stoffe, die in Kosmetika vorkommen, auch in der chemischen Industrie zum Einsatz kommen. Für diese anderen Anwendungen müssen sie den dort geforderten Sicherheitsstandards des Chemikalienrechts REACH entsprechen. Das schreibt oftmals sogar Tierversuche vor! An neu entwickelten Rohstoffen werden also auch heute noch Tierversuche durchgeführt, wenn sie neben Kosmetik beispielsweise auch für Farben, Lacke und Reinigungsmittel eigesetzt werden oder es sich um Nanomaterialien handelt.
Wie FIVE auf tierversuchsfreie und vegane Kosmetik setzt
Uns bei FIVE liegt das Tierwohl enorm am Herzen. Das bestimmt unsere gesamte Produktentwicklung, die Produktion und den Einkauf von Rohstoffen.
- Wie gesetzlich vorgeschrieben, führen wir weder selbst Tierversuche durch, noch geben wir diese in Auftrag.
- Wir beziehen keine Rohstoffe von Firmen, die Tierversuche durchführen oder durchführen lassen.
- Wir exportieren unsere Produkte nicht in Länder, die Tierversuche für Kosmetika vorschreiben.
- Wir lassen unsere Pflegeprodukte bei der Vegan Society registrieren. Die Veganblume steht nicht nur für 100% vegane Produkte. Die Bedingungen des Labels schließen gleichzeitig Tierversuche aus.
So unterstützt du tierversuchsfreie und vegane Kosmetik
- Kaufe vegane Pflegeprodukte. Das Tierleid betrifft nicht nur Versuche an Tieren, sondern auch ihre Haltung. Deshalb willst du sichergehen, dass keine tierischen Inhaltsstoffe in deiner Kosmetik stecken.
- Nimm Naturkosmetik mit ökologischen Inhaltsstoffen. Beim konventionellen Anbau der Rohstoffe werden Pestizide eingesetzt. Die wiederum wurden ziemlich sicher an Tieren getestet. Außerdem vernichtet ihr Einsatz diverse Kleinstlebewesen im Labor und in der Natur. Dieser Gedanke geht über „reine“ cruelty-free-Auszeichnungen wie Leaping Bunny hinaus. Das Thema Tierleid hat nicht nur bei der Entwicklung und Sicherheit von Rohstoffen Relevanz. Es beginnt schon bei ihrem Anbau.
- Wenn du konventionelle Kosmetik kaufst, achte darauf, dass sie Labels wie Leaping Bunny, PETA, PETA Cruelty-Free oder natürlich die Veganblume tragen.
Let’s go vegan: Starte deine tierleidfreie Hautpflege
Es gibt viele gute Gründe, auf tierische Erzeugnisse in deiner Kosmetik zu verzichten. Dank moderner Verfahren bestehen heute reichlich Möglichkeiten, Wirkstoffe cruelty-free herzustellen. Andere Inhaltsstoffe lassen sich bestens durch Pflanzenöle oder -extrakte ersetzen. Verzichten musst du dazu also auf nichts. Und ein gutes Gewissen gibt es noch dazu.
💁 Mehr Ideen und Impulse zu nachhaltiger Hautpflege findest du auch in unserem Blogbereich Nachhaltigkeit.
Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetik: Liste und Einordnung
Nicht jeder tierische Inhaltsstoff ist gleich zu bewerten. Manche Stoffe sind immer tierischen Ursprungs und damit nicht vegan. Andere können sowohl tierisch als auch pflanzlich oder biotechnologisch hergestellt werden. Und wieder andere galten früher oft als tierisch, sind heute aber in der Regel vegan. Die folgende Übersicht mit jeweiliger INCI-Bezeichnung hilft dir, diese Unterschiede besser einzuordnen.
Hinweis zur Liste: Bei einigen Inhaltsstoffen findest du einen „veganen Gegenpart (häufig)“. Das sind keine DIY-Rezeptvorschläge, sondern typische Ersatzstoffe, die du in INCI-Listen häufig anstelle tierischer Zutaten findest. Wo ein sinnvoller Gegenpart nicht eindeutig ist, findest du stattdessen eine kurze Einordnung, worauf du beim Einkauf achten kannst.
1) Inhaltsstoffe, die immer tierischen Ursprungs sind
Diese Inhaltsstoffe werden ausschließlich aus tierischen Quellen gewonnen. Wenn du tierische Inhaltsstoffe konsequent meiden möchtest, solltest du sie grundsätzlich vermeiden.
Bienenwachs (Cera Alba)
Bienen scheiden das Wachs aus, um ihre Waben zu bauen. Auf der Haut bildet es einen Schutzfilm, der das Austrocknen verhindert.
- Häufig in: Lippenpflege, reichhaltigen Cremes; seltener in Foundation
- Veganer Gegenpart (häufig): Carnaubawachs (Copernicia Cerifera Cera), Candelillawachs (Euphorbia Cerifera Cera)
Cholesterol (Cholesterol)
Dieses Lipid aus tierischen Fetten kommt von Natur aus in der Haut vor. Als Bestandteil der Zellmembran spielt es eine wichtige Rolle bei der Regeneration und dem Schutz der Haut. Gleichzeitig fungiert es als Emulgator in Cremes.
- Häufig in: reichhaltigen Cremes aller Art
- Worauf du achten kannst: Pflanzliche Sterole (Phytosterole) können ähnliche Funktionen übernehmen, sind aber chemisch nicht identisch. Ob Cholesterol eingesetzt wurde, siehst du nur über die INCI-Bezeichnung.
Elastin (Elastin)
Elastin ist ein tierisches Protein, das in Kosmetik als glättender bzw. „straffender“ Inhaltsstoff beworben wird.
- Häufig in: Anti-Aging- und „Firming“-Produkten
- Worauf du achten kannst: Elastin ist als INCI eindeutig. Für vegane Produkte gilt: meiden oder auf Vegan-Label bzw. Herstellerangaben setzen.
Fibrostimulin K (Fibrostimulin K)
Fibrostimulin K wird als Anti-Falten-Wirkstoff eingesetzt und ist tierischen Ursprungs.
- Häufig in: Anti-Aging-Produkten
- Worauf du achten kannst: Der Name ist als INCI eindeutig. Wenn du ganz sicher gehen willst, hilft ein anerkanntes Vegan-Label.
Fischschuppen (Guanine / CI 75170)
Guanin ist ein Effektpigment, das ursprünglich aus Fischschuppen gewonnen wurde und schimmernde Effekte erzeugt.
- Häufig in: Nagellack, schimmerndem Lidschatten, Highlighter, Lippenstiften und Mascara
- Veganer Gegenpart (häufig): Mica (CI 77019) (Glimmer), synthetische Effektpigmente (je nach Produktkategorie)
Gelatine (Gelatin)
Gelatine ist ein tierisches Gelier- und Filmbildungsmittel.
- Häufig in: Masken, peelenden Produkten, teils auch in Haarstyling
- Veganer Gegenpart (häufig): Agar (Agar), Xanthan Gum, Carrageenan, Ceratonia Siliqua Gum
Gelée Royale (Royal Jelly)
Gelée Royale ist ein Bienenprodukt und damit nicht vegan.
- Häufig in: Gesichts- und Augencremes, Haarspülungen, Körperlotionen
- Worauf du achten kannst: Als INCI gut erkennbar. Für vegane Produkte: meiden oder auf zertifizierte Vegan-Labels setzen.
Ghee (Ghee)
Ghee ist geklärtes Butterfett und damit tierischen Ursprungs.
- Häufig in: Cremes und Balsamen
- Veganer Gegenpart (häufig): Pflanzenbuttern und -öle (z. B. Butyrospermum Parkii Butter, Theobroma Cacao Seed Butter, Simmondsia Chinensis Seed Oil)
Karmin (Cochineal / CI 75470 / Carmine)
Karmin ist ein rotes Pigment, das aus Cochenille-Läusen gewonnen wird.
- Häufig in: Lippenstift, Rouge, Nagellack und generell rötlich gefärbter Dekokosmetik
- Veganer Gegenpart (häufig): Iron Oxides (CI 77491/77492/77499), pflanzliche Farbstoffe (je nach Produkt)
Keratine (Keratin)
Keratin ist ein tierisches Protein und wird in Haarprodukten gerne als „repair“-Inhaltsstoff eingesetzt.
- Häufig in: Shampoo, Conditioner, Kuren, Styling
- Worauf du achten kannst: Als INCI eindeutig. Für vegane Produkte: meiden oder auf Vegan-Label bzw. Herstellerangaben setzen.
Kollagen (Collagen)
Kollagen ist ein tierisches Protein, das in Kosmetik oft mit „straffer“ oder „glatter“ Haut beworben wird.
- Häufig in: Cremes und Seren
- Worauf du achten kannst: Collagen ist als INCI eindeutig. Bei veganen Alternativen setzen Marken oft auf andere Wirkstoffe (z. B. Feuchthaltefaktoren, Peptide oder Antioxidantien) – das ist funktional gedacht, aber nicht „chemisch dasselbe“.
Lanolin, auch Wollwachs (Lanolin)
Lanolin ist ein Wachs aus Schafwolle und damit nicht vegan.
- Häufig in: Lippenpflege, reichhaltigen Cremes, Salben
- Veganer Gegenpart (häufig): pflanzliche Wachse und Buttern (z. B. Candelilla Cera, Copernicia Cerifera Cera, Butyrospermum Parkii Butter) sowie pflanzliche Öle mit okklusiver Wirkung
Propolis (Propolis Cera / Propolis Extract)
Propolis ist ein Bienenprodukt und damit nicht vegan.
- Häufig in: Zahnpasta, Lippenpflege, Anti-Aging- und „purifying“-Produkten
- Worauf du achten kannst: Propolis ist als INCI klar erkennbar. Für vegane Produkte: meiden oder auf Vegan-Label setzen.
Rindertalg ((Sodium) Tallowate)
Tallowate sind Salze aus Rindertalg und werden klassisch zur Seifenherstellung verwendet.
- Häufig in: Seifen
- Veganer Gegenpart (häufig): Sodium Cocoate, Sodium Olivate, Sodium Palmate (pflanzliche Seifenbasis je nach Öl)
Schellack (Shellac)
Schellack ist ein Harz aus Ausscheidungen der Lackschildlaus und damit nicht vegan.
- Häufig in: Nagellack, Haarspray, teils auch in Mascara
- Worauf du achten kannst: Shellac ist als INCI eindeutig. In Dekokosmetik sind vegane Formulierungen oft über Label oder Herstellerangaben am einfachsten zu erkennen.
Seide (Silk / Hydrolyzed Silk)
Seide bzw. Seidenproteine sind tierischen Ursprungs.
- Häufig in: Make-up, Cremes und Haarpflegeprodukten
- Worauf du achten kannst: Als INCI gut erkennbar. Wenn dir vegane Formulierungen wichtig sind, hilft ein Vegan-Label oder eine klare Herstellerangabe.
Zibet (Civet)
Zibet ist ein tierischer Duftstoff (bzw. Duftrohstoff) und gilt als besonders problematisch.
- Häufig in: Parfums
- Worauf du achten kannst: Heute ist Zibet in modernen Kosmetika selten. Wenn Duftstoffe eine Rolle spielen, sind Vegan-Label und Herstellertransparenz die sicherste Orientierung.
2) Inhaltsstoffe, die tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein können
Bei diesen Inhaltsstoffen kommt es auf die Herkunft an. Sie können tierisch, pflanzlich, biotechnologisch oder synthetisch hergestellt werden. Ohne klare Kennzeichnung ist meist nicht erkennbar, welche Quelle verwendet wurde.
Chitin / Chitosan (Chitin, Chitosan)
Chitin und Chitosan werden traditionell aus Krustentieren gewonnen. Es gibt jedoch auch Chitosan aus Pilzen, das als vegan gilt.
- Häufig in: Haarfestigern, Filmbildnern
- Worauf du achten kannst: Ohne Label oder Herstellerangabe ist die Quelle schwer erkennbar. Bei veganen Produkten sollte die Herkunft klar deklariert sein oder über ein Vegan-Label abgesichert werden.
Cystein (Cystine / Cysteine / L-Cysteine)
L-Cystein kann aus tierischen Quellen stammen, wird aber auch biotechnologisch hergestellt.
- Häufig in: Haarpflege, Wundsalben, Cremes
- Worauf du achten kannst: Ohne eindeutige Deklaration ist die Quelle nicht sicher erkennbar. Wenn dir das Thema wichtig ist, setze auf zertifizierte Vegan-Labels oder Herstellerangaben.
Glycerin (Glycerin / Glycerol)
Glycerin kann aus pflanzlichen Ölen, aber auch als Nebenprodukt aus tierischen Fetten stammen.
- Häufig in: Lotionen, Cremes, Make-up (Foundations), After-Sun sowie Shampoo und Conditioner
- Worauf du achten kannst: In vegan zertifizierten Produkten ist Glycerin in der Regel pflanzlich. Ohne Label ist die Quelle nicht aus der INCI-Liste ablesbar.
Lecithin / Hydroxylated Lecithin (Lecithin, Hydroxylated Lecithin)
Lecithine können aus Eiern oder aus Pflanzen (z. B. Soja, Sonnenblume) gewonnen werden.
- Häufig in: Cremes, Make-up, Haarpflege, Anti-Cellulite-Produkten
- Worauf du achten kannst: Ohne Zusatzinfo ist die Quelle nicht immer erkennbar. Bei veganer Kosmetik ist es pflanzliches Lecithin.
Stearinsäure (Stearic Acid)
Stearinsäure kann aus tierischen Fetten oder aus Pflanzenölen gewonnen werden.
- Häufig in: Cremes, Salben, Seifen, Dekokosmetik
- Worauf du achten kannst: Die INCI sagt nichts über die Quelle aus. Bei vegan zertifizierten Produkten ist die Stearinsäure entsprechend vegan.
Squalan (Squalane)
Squalan wurde früher teils aus Haifischleberöl gewonnen, stammt heute aber sehr häufig aus pflanzlichen Quellen (z. B. Oliven oder Zuckerrohr).
- Häufig in: Haut- und Haarpflegeprodukten
- Worauf du achten kannst: Viele Marken deklarieren die Quelle, ansonsten hilft ein Vegan-Label.
Vitamin A (Retinol)
Retinol wird in der Kosmetik heute überwiegend synthetisch hergestellt. Historisch gab es auch tierische Quellen (z. B. Leberöle), diese spielen in der Praxis jedoch meist eine untergeordnete Rolle.
- Häufig in: Anti-Aging-Cremes und Seren
- Worauf du achten kannst: Wenn du ganz sicher gehen willst, sind Vegan-Label und Herstellerangaben der einfachste Weg.
3) Inhaltsstoffe, die heute meist vegan sind
Diese Inhaltsstoffe wurden früher häufig aus tierischen Quellen gewonnen oder werden oft noch dafür gehalten. Heute stammen sie in der Regel aus biotechnologischer oder synthetischer Herstellung und sind meist vegan.
Hyaluronsäure (Hyaluronic Acid / Sodium Hyaluronate)
Hyaluronsäure wurde früher teilweise aus tierischen Quellen (z. B. Hahnenkämmen) gewonnen. Heute stammt sie meist aus biotechnologischer Fermentation.
- Häufig in: Seren, Cremes, Masken
- Worauf du achten kannst: In der Regel vegan, dennoch gilt: Label oder Herstellerangaben geben Sicherheit.
Urea (Urea)
Urea (Harnstoff) ist Bestandteil des Natural Moisturizing Factors (NMF) der Haut und wird heute fast ausschließlich synthetisch hergestellt.
- Häufig in: Intensivpflege für trockene Haut, Fußcremes, Bodylotions
- Worauf du achten kannst: In der Regel vegan.
Ambra (Ambergris Tincture)
Ambra (Ambergris) war historisch ein tierischer Duftrohstoff. Heute wird der Ambra-Duft in der Praxis meist durch synthetische Duftstoffe oder pflanzliche Alternativen ersetzt.
- Häufig in: Parfums (heute meist als Duftkomposition statt echter Ambergris-Rohstoff)
- Worauf du achten kannst: Wenn dir vegane Duftstoffe wichtig sind, setze auf transparente Marken oder Vegan-Label.
Hinweis: Ob ein Inhaltsstoff vegan ist, lässt sich nicht immer allein am Namen erkennen. Verlässliche Orientierung bieten unabhängige Zertifizierungen (z. B. die Veganblume der Vegan Society) oder klare Herstellerangaben.
Fazit: Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetik bewusst erkennen
Vegane Kosmetik ist mehr als ein Trend. Wer tierische Inhaltsstoffe vermeiden möchte, merkt schnell, wie komplex INCI-Listen sein können. Nicht jeder Inhaltsstoff ist eindeutig einzuordnen und viele Bezeichnungen wirken auf den ersten Blick harmlos.
Diese Übersicht zeigt, welche Inhaltsstoffe tatsächlich tierischen Ursprungs sind, welche sowohl tierisch als auch pflanzlich vorkommen können und welche heute meist vegan hergestellt werden. Mit diesem Wissen lassen sich Kosmetikprodukte bewusster auswählen und Marketingbegriffe besser einordnen.
Verlässliche Orientierung bieten am Ende klare Herstellerangaben und unabhängige Zertifizierungen wie die Veganblume der Vegan Society. Sie helfen dabei, vegane Kosmetik nicht nur zu erkennen, sondern auch fundiert zu bewerten.

